Hans Ulrich Hug

Gottesdienst in der Remise

Gottesdienst Hofen 2019<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>evang-roggwil.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>103</div><div class='bid' style='display:none;'>1862</div><div class='usr' style='display:none;'>6</div>

Das Wetter war alles andere als einladend, als am Sonntagmorgen die evangelische Kirchgemeinde Roggwil, die katholische Kirchgemeinde Arbon und der Verein Obstsortensammlung Roggwil zum ökumenischen Gottesdienst mit anschliessendem Blueschtapéro einluden. Und trotzdem kamen über 120 interessierte Besucherinnen und Besucher nach Hofen.
Walter Kradolfer,
Es waren weniger das Bluescht, sondern vielmehr der bereits zur Tradition gewordene Feldgottesdienst und Apéro. Während es draussen nieselte und über dem Tor behelfsmässig eine Blache aufgespannt werden musste, rückten die Zuhörer in der Remise einfach näher zusammen und fanden auf den Bänken Platz.

Die Handharmonika-Plauschgruppe Roggwil eröffnete den Gottesdienst musikalisch und begleitete auch den Gesang. Der Pfarrer der evangelischen Kirchgemeinde Roggwil, Hans Ulrich Hug, und sein katholischer Kollege von Arbon, Matthias Rupper, wählten das Thema über den Umgang mit der Natur zu ihrer Predigt. Dabei lasen sie sowohl aus dem Schöpfungsbericht des Alten Testamentes wie auch aus dem Gleichnis des reichen Kornbauers aus dem Lukasevangelium. Sie dienten als Grundlage für ihre Gedanken dazu. Beide sprachen über den Spagat, den es zu machen gilt beim „sich untertan machen der Schöpfung“ gemäss dem einen Schöpfungsbericht und dem „Bebauen und Bewahren“ beim andern. Es sei wichtig, im Einklang mit der Natur zu arbeiten und Habgier zahle sich nie aus, weil das letzte Hemd ja doch keine Taschen habe.

Anschliessend lud der Präsident des Vereins, Thomas Alder, zum Apéro unter das Vordach der Liegenschaft. Dort wurden der von Bruno Gsell erstmals kreierte Cidre aus reinen Wasserbirnen ausgeschenkt und kleine Sandwiches gereicht. Für den Austausch standen weitere Räumlichkeiten "am Schärme" bereit. Wer es mochte, konnte an Informationen teilnehmen über die Beantragung von Ökobeiträgen, worüber Hansjakob Zwingli informierte, oder über die neue Blumenwiese, verbunden mit einer Weidensammlung, worüber Walter Kradolfer Red und Antwort stand.

Einen Rundgang unter den blühenden Apfel- und Birnbäumen wollte fast niemand unternehmen. Obwohl der Regen aufgehört hatte, zogen die meisten es doch vor, wieder in die warme Stube nach Hause zurückzukehren.
Bereitgestellt: 29.04.2019      
aktualisiert mit kirchenweb.ch